„Überlebenskünstler Mensch“ im LWL-Museum Münster

Münster. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster zeigt ab dem 21. August die Sonderausstellung „Überlebenskünstler Mensch“. Auf 1.200 Quadratmetern lernen Besucherinnen und Besucher den Menschen in all seinen Facetten kennen. Die Ausstellung beleuchtet die zentralen Fragen: Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wie haben wir uns ausgebreitet? Wo gehen wir hin?

Dabei wird ein Bogen von den Anfängen des Homo Sapiens als Jäger und Sammler gespannt, bis hin zur möglichen Besiedlung des Mars durch die Menschheit. Die Ausstellung ist für alle Menschen geeignet. Sie beinhaltet: Brailleschrift, einen speziellen, mehrsprachigen Audioguide (D, EN, NL) und Tastmodelle für Menschen mit Sehbehinderung, Mitmachstationen und untertitelte Filme.

Selten war eine Ausstellung so aktuell wie diese. Dabei ist es Zufall, dass die Ausstellung „Überlebenskünstler Mensch“ zu einem Zeitpunkt kommt, da die Corona-Pandemie zwingt zu beweisen, warum Menschen sich den Titel „Überlebenskünstler“ verdient haben. Anpassungsfähigkeit müssen auch die Ausstellungsmacherinnen Dr. Hanna Rüschoff und Dr. Ramona Dölling beweisen, da sie wegen der Vorsichtsmaßnahmen teilweise umdenken mussten. Was erwarten Besucher? Womit kann man sie überraschen? Dölling: „Die vorherrschende Idee für die Ausstellung ist, zu zeigen, wie sich die Menschheit im Spannungsfeld von Biologie und Kultur bewegt, oder was den Menschen so anders macht im Vergleich zu anderen Lebewesen auf diesem Planeten.“

Neben Objekten von privaten Sammlern wurden Exponate aus anderen Museen entliehen. Zudem wurden weitere Objekte nach den Vorgaben der beiden Wissenschaftlerinnen Rüschoff und Dölling angefertigt. pk

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In der neuen Sonderausstellung „Überlebenskünstler Mensch“ spielt auch das Weltall eine Rolle. Ramona Dölling begutachtet ein Model des Planeten Mars.
Fotos: Steinweg/LWL

Wegen der Corona-Pandemie arbeitet die Evolutionsbiologin Hanna Rüschoff überwiegend aus dem Home-Office, die Fortschritte der Vorbereitungen vor Ort zu sehen, freut sie daher umso mehr.

 

 

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