„Ida Dehmel-Kunstpreis“ der GEDOK geht an Susanne Krell

Bonn/Neuwied. Der neue bundesweit ausgeschriebene „Ida Dehmel-Kunstpreis“ der GEDOK 2020 für Bildende Kunst ist der Konzeptkünstlerin Susanne Krell (GEDOK Bonn) zuerkannt worden. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird ihr am Mittwoch, 4. März um 19 Uhr im Rahmen einer Einzelausstellung im Kunstmuseum Bonn verliehen. „Zur Zeit und weiter“ heißt diese bis zum 29. März gezeigte Schau. Parallel dazu zeigt das Roentgen Museum Neuwied die Künstlerin unter dem selben Thema. Die Eröffnung in Neuwied ist am Sonntag, 1. März um 11.30 Uhr. (Dauer: bis zum 12. April.)

Susanne Krell (Betzdorf/Sieg) wurde bekannt als Spurensammlerin von Frottagen bedeutsamer Orte in vielen Ländern, welche sie in ungewöhnlichen Projekten und Installationen verarbeitet. Der „Ida Dehmel-Kunstpreis“ zeichnet das schöpferische Lebenswerk einer Künstlerin aus, die in der Bildenden Kunst (auch) über einen transdisziplinären Zugang zu herausragenden Ausdrucksformen als Auseinandersetzung mit Gegenwartsthemen gefunden hat, so das einhellige Ergebnis der Fachjury. Krells Werk entspreche in herausragender Weise den Kriterien der Preisauslobung und überzeuge in der Reife seiner Setzungen, der Breite und Relevanz der thematischen Aspekte sowie in der Kontinuität ihrer Befassung.

Der Preis wird im Gedenken an das Lebenswerk von Ida Dehmel verliehen, die in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre. Die 1870 geborene Mäzenin aus Bingen am Rhein, vom NS-Regime 1942 in den Selbstmord getrieben, gründete 1926 das noch heute bestehende und einzigartige Netzwerk aus Künstlerinnen und Kunstinteressierten. pk

BU:
Susanne Krell „zurzeit 2020, Installation (Detail). Foto: Manfred Bogner.

 

 

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