H.O. Schmidt

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Der aus Remscheid stammende Künstler H. O. Schmidt (Horst-Olaf Schmidt) setzt sich seit mehr als 40 Jahren mit Kunst und Gestaltung auseinander. In jungen Jahren machte er mit einigen, schon damals gesellschaftskritischen Werken auf regionalen Ausstellungen und in der Presse auf sich aufmerksam. So wurde ihm der Nachwuchskunstpreis der Künstlergruppe Remscheid zuerkannt.
Nach einer längeren Kreativ-Pause erfolgte 2015 die Rückkehr auf die künstlerische Bühne mit der siebenmeterfünfzig hohen Installation „Himmelsleiter“ (verbindendes Friedenssymbol aller Weltreligionen). Ausgestellt im Atelier „Meerkatze“, Königswinter und im Rahmen der Ausstellung „Work & Women Superwomen“ im Frauenmuseum (FM) Bonn. H.O. Schmidt schuf die „Himmelsleiter“ als Zeichen gegen den Konsum. Gegen fragwürdige Ziele eines zu erreichenden Reichtums, der zu Macht und Ruhm verhilft. Der Künstler versteht seine „Himmelsleiter“ als Symbol für den Frieden. „Die Leiter führt in Richtung der ersten Sprossen, die uns Halt geben auf dem Weg durch das Leben und lehrt uns, rücksichtsvoll zu werden, mitfühlend, dankbar, und die Menschheit zu erreichen.“.
Die „Himmelsleiter“ war für H.O. Schmidt die Eintrittskarte als männlicher Künstler ins Frauenmuseum, das auch nach 35 Jahren an seiner Philosophie festhält, nur Künstlerinnen zu zeigen. Schmidt war somit (nicht zuletzt durch kuratorische Mithilfe von Peter Köster, der erste Künstler im FM. Anlässlich des 100jährigen Bestehens der Baranas Hindu University in Varanasi (Indien) übergab die Deutsch-Indische-Gesellschaft eine Leinwand-Abbild der „Himmelsleiter“ als Friedensbotschaft.
Machte H.O. Schmidt, wie erwähnt, vor etwa einem Jahr mit seiner „Himmelsleiter“-Installation die Medien auf sich aufmerksam, richtet sich sein künstlerischer Fokus im Reformationsjahr auf die Hauptfigur H.M. Luther.
Im aktuellen Projekt Katharina von Bora „Weibliche Reformation von der Pfarrfrau zur Bischöfin“, das bis zum 1. November im Frauenmuseum Bonn als Ausstellung „Künstlerpaare“ präsentiert wird, verblüfft der Künstler mit einem beeindruckenden Gemälde über Martin Luther. Sein großformatiges farbexplosives Porträt (Arcyl auf Leinwand, 300 x 160 cm) zeigt den Reformator Luther als „Punk“ seiner Zeit. Schmidts Porträt zeigt den unbequemen Reformator mit Irokesenschnitt und Kriegsbemalung und suggeriert damit, Luther könne heute mit seinen radikalen Ansätzen wirklich ein Outsider sein…“ Seine Arbeit ist Teil eines faszinierenden Gemeinschaftswerks aus fesselnder Installation (Kreuz und 95 Thesen) und großformatiger Leinwand, das der Remscheider Künstler mit seiner Remagener Kollegin Anja Kleemann-Jacks erschuf.
H.O. Schmidt liebt das Großformat. Es scheint für ihn wie ein Drang. Das zeigt sich auch in seiner neuesten Arbeit „Mona Lisa“, die der Künstler gegenwärtig in seinem Atelier in Remscheid arrangiert. Dieses „Schmidt`sche Porträt der Mona Lisa“ kommt nicht minder farbexplosiv daher. „Das Gemälde meiner Mona Lisa“ – Leonardo möge mir verzeihen – entsteht für das Projekt Frauenwahlrecht, das im kommenden Jahr im Frauenmuseum gezeigt wird,“ erwähnt der Künstler und trägt eine weitere Farbschicht auf das Gemälde auf. Nach der „Himmelsleiter“ und dem „Luther-Punk“ ist H.O. Schmidt bereits das dritte mal im FM vertreten.
(Autor: Peter Köster)

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