David Czupryn und Jochen Mühlenbrink im Kunstmuseum Solingen

Solingen. Mit der Ausstellung „David Czupryn und Jochen Mühlenbrink“ zeigt das Kunstmuseum Solingen vom 12. März bis zum 26. April zwei Düsseldorfer Künstler, die ihre Karriere mit der Teilnahme an der Internationalen Bergischen Kunstausstellung im Kunstmuseum Solingen gestartet haben.

Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in eine neue Malerei, die sich selbstbewusst und reflektierend in der Kunstwelt bewegt, ohne ihre poetische Aussage einzubüßen. Sie gibt vielmehr ein deutliches Statement über eine Welt, deren Realität nach einer Wirklichkeitsüberprüfung fragt. In der Malerei von Jochen Mühlenbrink ist alles und nichts zu sehen. Pappe, Folie oder Klebeband, an die Wand gelehnte Bilderstapel, verbrannte Geldscheine, benutzte Pizzaschachteln oder trocken Brot, Mühlenbrink malt so realistisch, dass man seinem Auge nicht trauen möchte.

„Meine Frage war, wie ich das „Trompe-l’œil“ ins 21. Jahrhundert bekomme“, kommentiert David Czupryn lapidar seine teils spektakulären großformatigen Bilder, die wie poppige und groteske Theaterkulissen wirken – zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung finden sich Zitate aus der Kunstgeschichte wieder, zeigt sich eine detailverliebte Malerei sowie eine überraschende und faszinierende überaus realistische Wiedergabe der Oberflächenstruktur der gemalten Skulpturen und Gegenstände. pk

BU:
David Czupryn, „Behind the grid“, Öl auf Leinwand, 120×80 cm, 2019

 

 

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