Ausstellungsprogramm 2020 im Bonner Kunstmuseum

Von Beethoven über Noël bis zu Ida Dehmel und Alexej von Jawlensky

Von Peter Köster 

Bonn. Auch im Ausstellungsprogramm des Kunstmuseums Bonn spielt das Beethovenjubiläum 2020 eine zentrale Rolle. Anlässlich des 250. Geburtstages des in Bonn geborenen Komponisten findet vom 18 Juni bis 1. November die Sonderausstellung „Sound and Silence“ statt.

Stille und Schweigen in der Kunst der Gegenwart

Mit der über die letzten vier Jahre entwickelten Schau liefert das Haus einen Beitrag zum Festjahr, der sich direkt auf die Ertaubung Ludwig van Beethovens bezieht und sich davon ausgehend der Frage widmet, wie die Kunst der Gegenwart Stille und Schweigen sichtbar und hörbar macht. Dabei berücksichtigt die Ausstellung in besonderer Weise, dass Stille selbst immer nur in Beziehung zum Klang fassbar ist. Insofern sucht die Ausstellung auf verschiedenen Ebenen Trenn- und Verbindungslinien zwischen lebendigem Schweigen und endgültigem Verstummen, zwischen dem Noch-Nicht und dem Nicht-Mehr. Sie zeigt, welche Bilder und Klänge die Kunst der Gegenwart für die Stille, die Pause, das Schweigen findet, wie die Ausstellung das Verschwinden zeigt, ohne selbst zu verschwinden, wie sie eine Stille erklärt, die nicht bloß die Abwesenheit von Geräuschen ist, wie sie das Nichts völliger Stille, sinnlich erfahrbar macht oder andeutend umschreibt.

Breites multimediales Panorama

Die Ausstellung fragt, welche Funktion und welchen Wert Klang und Stille und ihr Verhältnis als Medien und Themen der Kunst haben, ob es überhaupt Stille in der Welt gibt und welchen Klang diese stets nur relative Stille hat, durch den sich die Kunst einen anderen besonderen Zugang zur Welt verschafft. Die Präsentation wird im Blick auf das Jubiläum des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven realisiert und damit im Blick auf eine Biografie, in die sich die Wege vom Klang zur Stille und zurück, der Widerstand gegen das Verstummen der Welt als existenzielle Aufgabe eingeschrieben haben. Die Ausstellung, die bewusst kein Beitrag zur Geschichte der Musik und ihrer Darstellung sein will, behandelt ihr Thema als mediale Reflexion der Kunst. In einem breiten multimedialen Panorama wird der Klang der Stille in ganz unterschiedlicher Weise fassbar: als Monotonie, Wiederholung und Speicher, als Pause oder Überlagerung und Cluster, als dröhnende Stille oder zerstörter Klang, im Wechselspiel zwischen meditativer Versenkung, politisch erzwungenem Schweigen und stillem Widerstand, als ambivalentem Ausdruck von Leere und Fülle, Sehnsucht und Bedrohung, Schönheit und Scheitern. Mit Werken von William Anastasi, Laurie Anderson, John Baldessari, Christoph Büchel, John Cage, Hanne Darboven, Annika Kahrs, Christina Kubisch, Alvin Lucier, Teresa Margolles, Susan Philipsz, Samson Young, Gillian Wearing, Artur Zmijewski.

„Candice Breitz: Labour“

Besonders hingewiesen sei auf die Ausstellung: „Candice Breitz: Labour“ vom 20. Februar bis zum 3.Mai. In den letzten Jahren hat sich die Arbeit der aus Südafrika stammenden und in Berlin lebenden Künstlerin, die auch mit einer Werkgruppe in der Sammlung des Kunstmuseums vertreten ist, zunehmend politisiert. Im Fokus von Candice Breitz‘ künstlerischer Arbeit stehen Prozesse, durch die sich ein Individuum als Teil einer größeren Gemeinschaft identifiziert. Das können die Familie und die Gesellschaft sein oder Gemeinschaften, die sich aufgrund bestimmter Zugehörigkeiten wie Rasse, Geschlecht, Nationalität oder Religion formieren. Durch den immer größer werdenden Einfluss der Medien entstehen zudem immer neue Gruppierungen und Verbände mit unterschiedlichsten Identifikationsmerkmalen. Seit einiger Zeit wird das Werk Breitz‘ zunehmend politisch. Auch abseits ihres künstlerischen Schaffens tritt Breitz als politische Akteurin auf. Feministische und identitäts-politische Themen stehen dabei im Vordergrund. In Bonn werden Videos, Fotografien und Installationen von Candice Breitz in einer Präsentation gezeigt, deren Schwerpunkt auf dem politischen Werk liegt, darunter TLDR (2017), eine 13-kanalige Installation über Sexarbeiterinnen, und das aktuelle Projekt Labour, das Geburten aus einem neuen Blickwinkel zeigt.

„Norbert Schwontkowski Some of My Secrets“

Bereits angelaufen ist die Ausstellung „Norbert Schwontkowski Some of My Secrets“. Zu sehen bis zum 16. Februar. Schwontkowski (1949 – 2013) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen figurativen Malerei und als Meister der malerischen Verdichtung. Oft in dunklen, erdigen Tönen gehalten, vermitteln seine Bilder das Gefühl einer melancholischen Ernsthaftigkeit, die gleichwohl die Gestalt einer bitter-humorvollen Motivik annehmen kann. Seine poetischen Bildthemen spielen dabei mit dem Surrealen, dem Unbewussten und der Andeutung von Geschichten. Die Ausstellung zeigt rund 70 Gemälde der späten 1980er-Jahre bis zum Jahr 2012 sowie 35 Skizzenbücher. Es ist eine der bislang umfassendsten musealen Präsentationen zum Werk des Bremer Malers, die ab Frühjahr 2020 auch in der Kunsthalle Bremen und ab Herbst 2020 im Kunstmuseum in Den Haag gezeigt wird.

Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK

Die GEDOK zu Gast im Kunstmuseum Bonn: Der Bundesverband Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden, bekannt unter seinem historischen Akronym „GEDOK“, verleiht 2020 einen Sonderpreis für bildende Kunst zum 150. Geburtstag seiner Gründerin Ida Dehmel. Die 1870 geborene Mäzenin aus Bingen am Rhein, vom NS-Regime 1942 in den Selbstmord getrieben, gründete 1926 das noch heute bestehende und einzigartige Netzwerk aus Künstlerinnen und Kunstinteressierten, die sich für deren Anerkennung in einer weithin männerdominierten Kunstwelt einsetzen. Der von drei ehemaligen Präsidentinnen des Verbandes gestiftete Preis spiegelt den Leitgedanken dieser kreativen Solidarität zwischen Kunstschaffenden und ihrem Publikum. Er zeichnet eine Künstlerin aus, deren herausragendes Werk sich auch aus Begegnungen mit anderen künstlerischen Disziplinen inspiriert und deren künstlerische Position eine kritische Auseinandersetzung mit Gegenwartsthemen reflektiert. Aus bundesweit eingereichten Werkdokumentationen ermittelt eine unabhängige Fachjury die Preisträgerin, deren ausgewählte Arbeiten nach der Preisverleihung am 4. März 2020 in einer Einzelausstellung im Kunstmuseum Bonn zu sehen sein werden. Ende der Schau am 29. März.

„Martin Noël Paint, print, paint“

Ebenfalls im März, und zwar am 12., eröffnet die Ausstellung „Martin Noël Paint, print, paint“. Noël (1956 Berlin – 2010 Bonn) gehörte zu den prägenden Erneuerern der lange vernachlässigten Kunst des Linol- und Holzschnitts, den er mit unverwechselbaren Formfindungen bereicherte. Charakteristisch für seine meist in Serien angelegten und oft großformatigen Arbeiten ist ihre strenge, nahezu archaisch wirkende Formensprache. Im Mittelpunkt des Werks steht das Verhältnis zwischen Linie und Fläche, das Noël in immer neuen dialektischen Bewegungen auslotete. Zu den Markenzeichen des Künstlers gehörte neben den großen Drucken auch die materielle Bearbeitung der verwendeten Hölzer, in die Noël seine Lineaturen so tief einkerbte und eingrub, dass die Arbeiten selbst immer auch eine plastische Dimension aufweisen. Zum 10. Todestag des Künstlers zeigt das Kunstmuseum eine umfassende Ausstellung zum Werk dieses weit über Bonn hinaus bedeutenden Künstlers, die einen Bogen von der Mitte der 1980er-Jahre bis zu seinem frühen Tod im Jahre 2010 spannt. Mit rund 35 Arbeiten dokumentiert das Kunstmuseum dabei den Weg Noëls von seinen Anfängen als Maler in den 1980er-Jahren über die von Druckstöcken, Linol- und Holzschnitten geprägte mittlere Phase des Werks bis hin zu den ganz späten strahlend hellen Malereien des letzten Lebensjahres, die einen Höhepunkt im Schaffen des Künstlers darstellen.

Bonner Kunstpreis für Nico Joana Weber

Die aus Bonn stammende und in Köln lebende Künstlerin Nico Joana Weber (*1983) ist die Gewinnerin des Bonner Kunstpreis 2019. Webers Werk basiert auf den Reisen der Künstlerin und ihren Begegnungen mit anderen Kulturen. Subtile Details und erzählerische Eigenschaften sind in ihrer Arbeit ebenso wichtig wie die Rezeptions- und Sammlungspolitik. Im Kunstmuseum Bonn wird Weber ihre neue Arbeit „Tropic Telecom“ präsentieren, eine Videoinstallation über ein Krokodil, das auf die Reise geht und dabei Orte kolonialer und post-kolonialer französischer Geschichte besucht. Der im Jahr 1985 begründete BONNER KUNSTPREIS für Künstlerinnen und Künstler aus der Region wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben. Seit seiner Neukonzipierung im Jahr 2009 ist der Bonner Kunstpreis zudem an ein drei- bis sechsmonatiges internationales Arbeitsstipendium in einer frei wählbaren europäischen Metropole gekoppelt. Seit 2019 wird das Stipendium von Dr. Stephanie und Wolfgang Bohn mit einer Summe von 10.000 Euro unterstützt, mit der die Gewinnerin oder der Gewinner das Auslandsstipendium finanzieren kann. Zusätzlich stiftet das Ehepaar Bohn weitere 5.000 Euro, um einen Ankauf aus der Bonner Kunstpreis-Ausstellung für die Sammlung des Kunstmuseums zu ermöglichen. Dauer der Ausstellung vom 23. April bis 5. Juli.

„Nur nichts anbrennen lassen“

Nach der großen Bestandsaufnahme der Malerei in der Ausstellung „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ lenkt das Kunstmuseum Bonn nun den Blick wieder auf die eigene Sammlung, die in ihren vielfältigen Aspekten neu präsentiert wird und Ankäufe und Schenkungen der letzten Jahre sowie Dauerleihgaben aus privaten Sammlungen (KiCo, Mondstudio, Scharpff-Striebich u.a.) einbezieht. Die Neupräsentation bildet dabei zugleich einen Resonanzraum für die zuvor in Jetzt! gezeigten Positionen, denn das Kunstmuseum hat die Malerei von Anfang an als Schwerpunkt seiner Sammlung der Gegenwartskunst definiert. So gibt ein Raum mit Bildern der 1980er-Jahre einen Rückblick auf die emphatische Revitalisierung der Malerei und zugleich einen Ausblick auf aktuelle Projekte der Malerei, zum Beispiel Tobias Pils und seine komplexen, sowohl reflektiert als auch intuitiv entwickelten Bilder. Das Spektrum reicht vom Informel zu Palermo, Gerhard Richter, Sigmar Polke und zu Pia Fries, Christopher Wool und Thomas Huber. Aber auch die Bildmöglichkeiten der Fotografie werden diskutiert, mit Neuerwerbungen von Fotografien von Heidi Specker und Viktoria Binschtok, die zuvor in Einzelausstellungen des Museums zu sehen waren, mit Fotografien von Claudia Fährenkemper und Hartmut Neumann, der dem Museum ein umfassendes Konvolut seiner Arbeiten schenkte. Ebenso als Schenkung erhielt das Museum Werke von Harald Naegeli, der hier nicht als Sprayer, sondern mit seinen Urwolken als Schöpfer utopischer Zeichenräume vorgestellt wird. Im Videozentrum ist der 2018 erworbene Film Unheil von John Bock zu sehen, der ein Mittelalter voll verstörender Rituale erfindet. Eigene Räume sind Isa Genzken und Georg Herold gewidmet, zwei Künstlerinnen und Künstler, die sich jeder medialen und inhaltlichen Festlegung verweigern, Genzken souverän improvisatorisch, Herold mit respektlosem Humor: (Nur nichts anbrennen lassen) ab 3. Mai.

„All inclusive Frank Bölter“

Der von Franz Bölter (*1969) eingerichtete Ausstellungsraum ist – all inclusive – gleichzeitig Installation seiner Werke, Künstleratelier, Labor und Werkstatt für die Museumsgäste. Geprägt von der jederzeit möglichen gestalterischen Beteiligung der Museumsgäste, unterliegt der Raum einer ständigen Veränderung. Ausgehend von der Falttechnik des Origami mit seiner Charakterisierung als Kunsthandwerk oder Hobby erhalten die hier entstehenden und gezeigten Objekte aufgrund ihrer Überdimensionierung eine brisante Aufladung. Spielerisch-harmloses Falten wird zu wahnwitzigen Herausforderungen und Zumutungen, Eigenbrötlerei zu nur noch gemeinsam handhabbaren Aktionen. Dynamisch kann sich der harmlose Bastelprozess unerwartet verselbständigen. Irritationen oder gar Katastrophen sind eingeplant. Gleichzeitig nimmt Frank Bölter sein Publikum ernst im Sinne einer Befähigung, eines Gemeinschaftserlebens und der Teilhabe an künstlerischen Prozessen. Im Laufe der Ausstellung werden vier großformatige Falt-Arbeiten mit Frank Bölter entstehen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene – egal ob Bastlerinnen und Bastler, Unbedarfte oder Origami-Cracks – sind immer eingebunden. Aufbau, Verwandlung, Zerstörung und Verschwinden: all inclusive vom 24. Mai bis 1.November.

„Dorothea von Stetten-Kunstpreis 2020“

Seit dem Jahr 1984 wird im jeweils zweijährigen Rhythmus, der mit 10.000 Euro dotierte Dorothea von Stetten-Kunstpreis im Kunstmuseum Bonn vergeben. Mit Tschechien nahm der Förderpreis 2014 erstmals die junge Kunstszene eines Nachbarlands in den Blick. Nach den Niederlanden und Dänemark richtet sich der Preis 2020 nun an Nachwuchskünstlerinnen und Künstler aus der Schweiz, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen und noch keine internationale Anerkennung erfahren haben. Acht Schweizer Kunstexpertinnen und Experten wurden gebeten, jeweils eine/n Künstlerin, Künstler für den Wettbewerb zu nominieren. Eine Jury bestimmt aus dieser Auswahl drei Finalistinnen und Finalisten, die ihre Werke dann in einer Gruppenausstellung im Kunstmuseum zeigen werden. Am Tag der Eröffnung legt die Jury auf der Basis der präsentierten Arbeiten die/den eigentliche/n Preisträgerin, Preisträger fest. Die diesjährigen Finalistinnen und Finalisten sind Marie Matusz, Jan Vorisek und Hannah Weinberger. Die Ausstellung läuft vom 9. Juli. bis 4. Oktober.

„Ausgezeichnet #5Sung Tieu“

„Ausgezeichnet“ ist ein gemeinsam mit der Stiftung Kunstfonds konzipiertes Ausstellungsformat. Jeweils im Herbst bespielen ehemalige Stipendiatinnen und Stipendaten des Kunstfonds für sechs Wochen einen Raum in der Sammlung des Kunstmuseum Bonn. Die Ausstellungsreihe wirft einen musealen Blick auf vom Kunstfonds geförderte künstlerische Positionen. Den Auftakt bildeten 2016 Mischa Leinkauf und Matthias Wermke, die per Foto und Video ihre Aktionskunst dokumentierten. 2017 reflektierte die Fotografin Viktoria Binschtok im zweiten Teil der Ausstellungsreihe das Medium Fotografie vor dem Hintergrund des unendlichen Stroms digitaler Bilder und stellte grundsätzliche Fragen nach unserem Umgang mit Bildern und ihren gesellschaftlichen und politischen Funktionen. 2018 schuf die Bildhauerin Frauke Dannert eine spektakuläre Wandarbeit, die den „White Cube“ grundlegend veränderte. 2019 verwandelte Agnes Meyer-Brandis den Ausstellungsraum in ein Labor an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft. In diesem Jahr hat sich die Jury für die Künstlerin Sung Tieu (*1987 in Vietnam, lebt und arbeitet in Berlin) entschieden, deren medial breit gefächertes Werk politische und gesellschaftliche Machtverhältnisse reflektiert und ihre historischen Voraussetzungen untersucht. Ausstellungsdauer: 1. Oktober bis 6.Dezember.

„Alexej von Jawlensky Gesicht, Landschaft, Stillleben“

Als zentraler Künstler der frühen Moderne hat Alexej von Jawlensky (1864 Torschok/ Russland – 1941 Wiesbaden) die Möglichkeiten der Malerei wesentlich erweitert. Von einer expressiv farbigen Aneignung der Welt aus entfaltete er das Bild durch die Reduktion der Form und die Steigerung der inneren Leuchtkraft der Farbe zum Ausdruck einer immateriellen und geistigen Wahrheit. Trotz der großen Individualität seines Wegs hat er der Malerei bis zur Gegenwart im Blick auf die Bedeutung der Farbe, des Seriellen und spirituellen wichtige Anregungen gegeben.

1971 hat das Kunstmuseum Bonn das Werk von Jawlensky zuletzt in einer Einzelausstellung gezeigt. 50 Jahre später widmet sich das Kunstmuseum erneut der Kunst Jawlenskys und folgt in einer exemplarischen Auswahl von rund 70 Gemälden und Zeichnungen der Entwicklung der drei großen Themen: „Gesicht, Landschaft, Stillleben“, auf die sich Jawlensky konzentriert hat. Die Ausstellung führt von frühen, seit 1901 in München entstandenen Porträts und Stillleben zu intensiv farbigen Gemälden, in denen der Künstler seine eigene Position bestimmt. Nach der Emigration in die Schweiz 1914 beginnt Jawlensky mit der Serie der Variationen, es folgen ab 1917 die Mystischen Köpfe, die Abstrakten Köpfe und die kleinformatigen Meditationen, an denen der Künstler bis 1937 arbeitet. Die Ausstellung, Laufzeit: 1. Oktober bis 6. Dezember, wurde realisiert in Kooperation mit dem Museum Wiesbaden, das zeitgleich ein Konvolut der wichtigsten Werke von August Macke aus der Sammlung des Kunstmuseum Bonn zeigt.

 

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Bild 1: Alexej von Jawlensky: „Stillleben mit Heiligenbild“, um 1912 Öl auf Karton, 53,3 x 49,3 cm Museum Wiesbaden. Dauerleihgabe des Vereins zur Förderung der bildenden Künste in Wiesbaden e.V.

Bild 2: Maya Bringolf: Aus dem letzten Loch pfeifen, 2015 Stahl, Harley-Auspuff, Motor, Orgelpfeife, 100 x 200 x 200 cm,Werkschau 2015, Museum Haus Konstruktiv, Zürich. Foto: Conradin Frei

Bild 3: Norbert Schwontkowski: 3 Türen, 2012, Öl auf Leinwand, 160 x 180 cm, Privatsammlung, Foto: Jochen Littkemann

Bild 4: Heidi Specker „Steine“, 2015© VG Bild-Kunst, Bonn 2019